Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Samstag, 26. Januar 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kurs für Leiter/innen von Wort-Gottes-Feiern mit Berechtigung zur Kurzansprache, Teil 1
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Samstag, 16. Februar 2019
AUSGEBUCHT Vikariat Wien-Stadt: Ausbildungskurs für e.a. Mesner/Mesnerinnen - 1. Teil
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Samstag, 23. Februar 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 23. Februar 2019
Vikariat Wien-Stadt: Weiterbildungsnachmittag für Leiter/innen von Wort-Gottes-Feiern
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Samstag, 9. März 2019
Vikariat Süd: Leitung von Wortgottesfeiern mit Kurzansprache
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Von Mag.a Monika Heilmann

Pfarrgemeinde als Lebens- und Glaubensraum für einzelne Christ/innen

1. Wer bin ich?

GlaubensraumWer bin ich in einer Gesellschaft, die schnelllebig ist und den ständigen Wandel des Einzelnen fordert? Wer bin ich in einer Welt, in der ich nach bestimmten Normen funktionieren soll? In Familie und Privatleben soll ich mich einfühlen und auf Beziehungen orientiert sein; im Beruf soll ich mich nach Leistungsanforderungen richten und meine Aufgaben gut erfüllen – und ich stehe möglicherweise in Konkurrenz und muss mich behaupten; im ehrenamtlichen Engagement soll ich einen Ausgleich finden zwischen persönlichem und gemeinschaftlichem Interesse, eine Ausgewogenheit zwischen Freizeitbeschäftigung und „freier Zeit“.

Alles unter einen Hut zu bringen bedeutet, meine Identität zu finden: Das geht nicht allein auf mich gestellt – ich brauch dazu andere. Niemand kann aus und für sich alleine ein gutes Leben schaffen.

2. Von den Qualverwandtschaften zu Wahlverwandtschaften

GlaubensraumEingebunden sein in eine überschaubare Gemeinschaft von Menschen und dazugehören ist sehr unterstützend. Andererseits können solche „Vergemeinschaftungen“ auch zu „Qualverwandtschaften“ werden: Sie sind beherrschend und bestimmend und können die persönliche Entwicklung von Menschen behindern. Das Eigene (die eigene Berufung?) zu finden und damit auch das Einzigartige von Menschen zu betonen, steht in guter christlicher Tradition: Ebenbild Gottes sind wir als einzelne Frauen und Männer, nicht als Gemeinschaft oder Gemeinde. Die Gemeinde hat eine Funktion, die auf ein Leben in Fülle von Frauen und Männern, Mädchen und Buben ausgerichtet ist – auf ein gutes Leben aller. Zu unserer Identität gehören unterstützende und uns fordernde Gemeinschaften. Wir sind angewiesen auf einen förderlichen psychosozialen Lebensraum. Dazu gehören auch Impulse und Orientierungen aus dem christlichen Glauben. Aber ich muss, darf und kann als Person eine Entscheidung treffen, wo ich diesen Raum für mich suche und finde.

3. Pfarrgemeinde als Lebens- und Glaubensraum für Einzelne

Ein Traum von Pfarrgemeinde: Lebens- und Glaubensräume – geteilt von Menschen, die Persönlichkeit entwickeln und sich in Freiheit für eine Glaubenspraxis entscheiden.