Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Samstag, 7. November 2020
Vikariat Wien-Stadt: Kurs für Leiter/innen von Wort-Gottes-Feiern mit Kurzansprache, Teil 3
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Samstag, 14. November 2020
Vikariat Wien-Stadt: Ausbildung für Leiter von Wort-Gottes-Feiern, Modul Kurzansprache
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Samstag, 14. November 2020
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 16. Januar 2021
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 20. Februar 2021
Vikariat Süd: Leitung von Wortgottesfeiern mit Kurzansprache (Teil 1 von 5)
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Geschäftsordnung für den Pfarrgemeinderat in der Erzdiözese Wien (GO)

  1. Einberufung der Sitzungen
  2. Tagesordnung (TO)
  3. Öffentlichkeit
  4. Teilnahme, Beschlussfähigkeit, Wahlen
  5. Leitung und Verlauf der Sitzung
  6. Anträge
  7. Beschlussfassung
  8. Protokoll
  9. Arbeitsweise des Vorstandes
  10. Arbeitsweise der Fachausschüsse

1. Einberufung der Sitzungen

  1. Der Vorsitzende beruft mindestens dreimal im Jahr den PGR ein, aber auch dann, wenn es der Vorstand beschließt oder wenn dies wenigstens ein Drittel der Mitglieder des PGR schriftlich verlangt.
  2. Die Einladung ergeht schriftlich spätestens acht Tage vor dem Sitzungstermin. Sie muß die Tagesordnung enthalten.
  3. Der Termin der PGR-Sitzung und die Tagesordnung sollen der Pfarrgemeinde spätestens acht Tage vor der Sitzung in geeigneter Weise öffentlich bekanntgegeben werden.
  4. Der PGR ist innerhalb von acht Tagen zu einer außerordentlichen Sitzung einzuberufen, wenn dies gemäß 1.1 von einem Drittel seiner Mitglieder schriftlich oder von der Mehrheit des Vorstandes verlangt wird. Der Ordinarius kann von sich aus jederzeit eine solche Sitzung anordnen.

2. Tagesordnung (TO)

  1. Die Tagesordnung wird vom Vorstand erstellt. Für jeden Punkt der TO kann ein(e) Berichterstatter/in bestellt werden.
  2. Die nachträgliche Aufnahme oder Streichung eines TOP (Tagesordnungspunkt) während der Sitzung ist nur durch Beschluß des PGR möglich. Entsprechende Anträge können von jedem Mitglied des PGR gestellt werden.
  3. Unter dem TOP "Allfälliges" können keine Beschlüsse gefaßt werden:
  4. Jede Sitzung wird in der Regel (neben den besonderen Beratungsgegenständen) folgende Punkte enthalten:
    1. Feststellung der Beschlußfähigkeit
    2. Genehmigung der Tagesordnung
    3. Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung
    4. Berichte des Vorstandes und allenfalls auch anderer Gremien
    5. Beratungsgegenstände
    6. Berichte über die Durchführung von Beschlüssen (kann auch innerhalb des TOP 3 erfolgen)
    7. Allfälliges
  5. Auch der geistlichen Vertiefung ist entsprechend Raum zu geben.

3. Öffentlichkeit

  1. Die Sitzungen des PGR sind öffentlich, wenn nicht die Öffentlichkeit durch den Vorsitzenden oder durch Beschluß des PGR zu einzelnen Punkten ausgeschlossen wird.

    In diesem Fall sind die Mitglieder des PGR zur Verschwiegenheit über die Beratungen verpflichtet.

4. Teilnahme, Beschlussfähigkeit, Wahlen

  1. Die Mitglieder des PGR sind zur Teilnahme an den Sitzungen verpflichtet.
  2. Der PGR ist beschlußfähig, wenn ordnungsgemäß zur Sitzung eingeladen wurde und mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.
  3. Die durch den PGR zu wählenden Personen werden einzeln in geheimer Wahl (d.h. mit Stimmzetteln) ermittelt.
  4. Wahlleiter ist der Vorsitzende. Er wird von dem/der Schriftführer/in bei der Wahldurchführung unterstützt.
    1. Der Vorsitzende eröffnet über die gesammelten Wahlvorschläge die Diskussion, nachdem er die Kandidaten und Kandidatinnen befragt hat, ob sie bereit sind, eine Wahl anzunehmen. Kandidaten und Kandidatinnen, die nicht dazu bereit sind, scheiden aus.
      Während der Diskussion können Wahlvorschläge neu eingebracht oder von dem/der Antragsteller/in zurückgezogen werden. Nach Schluß der Diskussion wird über die gemachten Vorschläge abgestimmt.
    2. Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Erreicht kein(e) Kandidat/in die absolute Stimmenmehrheit, ist ein zweiter Wahlgang durchzuführen. Nach dem zweiten ergebnislosen Wahlgang entscheidet die Stichwahl zwischen den beiden KandidatInnen mit der höchsten Stimmenanzahl, bei Stimmengleichheit gilt der/die an Lebensjahren ältere Vorgeschlagene als gewählt.

5. Leitung und Verlauf der Sitzung

  1. Der Vorsitzende leitet die Sitzungen des PGR und des Vorstandes.
  2. Er kann im Einzelfall den/die Stellvertretende(n) Vorsitzende(n) mit der Leitung der Sitzung des PGR und des Vorstandes betrauen.
  3. Der Leiter der Sitzung erteilt das Wort in der Reihenfolge der Wortmeldungen, die nötigenfalls in einer Rednerliste vorzumerken sind.
  4. Wortmeldungen des Berichterstatters und kurze Erwiderungen können vorgezogen werden. Wortmeldungen zur Geschäftsordnung müssen vorgezogen werden. Derlei Geschäftsordnungsanträge sind z.B.: Vertagung des Punktes, Begrenzung der Redezeit, Schluss der Debatte.
  5. Der Leiter der Sitzung kann die Redezeit begrenzen. Er kann einem Redner das Wort entziehen, der nicht zum TOP spricht.
    Er ist berechtigt, die Sitzung zu unterbrechen.

6. Anträge

  1. Anträge zu den Punkten der TO können von jedem Mitglied des PGR gestellt werden.

7. Beschlussfassung

Beschlüsse gegen die diözesane oder gesamtkirchliche Ordnung sind nicht möglich.

  1. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.
  2. Die Abstimmung kann durch Handzeichen erfolgen. Wenn es ein Mitglied verlangt, muß die Abstimmung mittels Stimmzettel durchgeführt werden.
  3. Ein Beschluß kommt zustande, wenn die absolute Mehrheit der Stimmen der anwesenden PGR-Mitglieder erreicht ist.
  4. Bei einer außerordentlichen Sitzung des PGR kann nur über jenen Gegenstand beraten und beschlossen werden, der Anlaß für die Einberufung der außerordentlichen Sitzung war.

8. Protokoll

  1. Über jede Sitzung ist ein Protokoll zu führen, für das der/die Schriftführer/in zusammen mit dem Vorsitzenden verantwortlich ist.
  2. Das Protokoll hat die Ergebnisse der Beratungen festzuhalten.
    • Im einzelnen:
    1. Datum, Zeit des Beginns und des Schlusses der Sitzung,
    2. Liste der Anwesenden, Entschuldigten und Nichtentschuldigten,
    3. Tagesordnung,
    4. Wortlaut der Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis,
    5. die mit der Durchführung betrauten Personen bzw. Ausschüsse.
  3. Beratungspunkte, die als vertraulich erklärt werden, sind in einem eigenen geheimen Protokoll festzuhalten.
  4. Das Protokoll wird bei der folgenden Sitzung dem PGR zur Genehmigung vorgelegt. Änderungen, die nicht das Votum eines einzelnen Mitgliedes betreffen, bedürfen eines Beschlusses. Es gehört zu den pfarrlichen Akten und ist im Pfarrarchiv aufzubewahren.
  5. Die Protokolle sind allen wahlberechtigten Pfarrmitgliedern zur Einsicht zugänglich zu halten. Beschlüsse und andere Inhalte des Protokolls von allgemeinem Interesse sind in geeigneter Form zu veröffentlichen.

9. Arbeitsweise des Vorstandes

  1. Der Vorstand ist von seinem Vorsitzenden sooft dieser es für notwendig erachtet (in der Regel einmal monatlich) einzuberufen. Außerdem sind sie einzuberufen, wenn es die Mehrheit der Mitglieder verlangt und der Pfarrer zustimmt.
  2. Die Sitzungen des Vorstandes sind nicht öffentlich. Zu den Sitzungen des Vorstands können Vertreter und Vertreterinnen von Teilgemeinden, Fachreferenten und Fachreferentinnen und Vorsitzende von Fachausschüssen zu einzelnen Tagesordnungspunkten mit beratender Stimme beigezogen werden.
  3. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte eine(n) Schriftführer/in.

10. Arbeitsweise der Fachausschüsse

  1. Die Fachausschüsse sind von ihren Vorsitzenden, sooft diese es für notwendig erachten, einzuberufen.
  2. Die Sitzung der Fachausschüsse sind nicht öffentlich. Zu den Sitzungen können Experten und Expertinnen mit beratender Stimme eingeladen werden.
  3. Die Fachausschüsse können aus ihrer Mitte eine(n) Schriftführer/in wählen.
  4. Allfällige Beschlüsse werden im PGR gefasst.