Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Freitag, 29. September 2017
Vikariat Süd: Lektorenkurs
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Freitag, 6. Oktober 2017
Vikariat Wien-Stadt: Kenia - Praxisabend zur Vorbereitung Sonntag der Weltkirche 2017
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Samstag, 7. Oktober 2017
Vikariat Süd: Pfarrgemeinderätetreffen 2017 in Regionen zum Thema Pastoralkonzept
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Montag, 9. Oktober 2017
Liturgiestammtisch des Vikariates Süd: Vielfalt der Wortgottesdienste im Jahreskreis
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Donnerstag, 12. Oktober 2017
Liturgiestammtisch des Vikariates Süd: Vielfalt der Wortgottesdienste im Jahreskreis
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Pfarrgemeinderatswahl 2017Wahlen zum Pfarrgemeinderat 2017 – Erzdiözese Wien

Gegen Ende des Wahltages bei einem Stand von knapp 95% aller Pfarren, in denen gewählt wurde, ist das herausragende positive Ergebnis, dass in der Erzdiözese, insbesondere auch im Gebiet der Stadt Wien die Wahlbeteiligung gegenüber den Wahlen von 2012 nah ezu gleich geblieben ist. Gerade in den Pfarren im Stadtgebiet sind die Strukturveränderungen am weitesten vorangegangen in den letzten Jahren. In vielen Pfarren bedeutete das, in einen größeren Raum eingegliedert zu werden. Das hat auf der einen Seite verunsichert – auf der anderen Seite mobilisiert. Das Wahlergebnis zeigt, dass den Menschen an einer guten Zukunft ihrer Pfarre liegt. Der Anteil an gewählten Frauen ist neu erlich leicht angestiegen auf 56 % aller gewählten PGRäte.

Der Anteil derer, die neu in d en PGR gekommen sind, ist mit 44 % etwa gleichbleibend gegenüber 2012. Damit ist die nötige und erwünschte Erneuerung in unseren Pfarren berechtigterweise zu erhoffen - viele von denen werden mit frischen Kräften und neuen Visionen in ihre Tätigkeit eins teigen.

Die Wahlbeteiligung gemessen an den Gottesdienstbesuchen der Statistik, zeigt dass sich etwa gleich viele Menschen an den Gottesdiensten wie an den PGR - Wahlen beteiligen (98,5%) – dennoch sind sie vermutlich nicht deckungsgleich. Es gelingt demnac h, auch distanziertere Menschen anzusprechen.

Das Durchschnittsalter der Gewählten liegt bei 56 Jahren, das ist eine Alterszunahme gegenüber 2012 (Durchschnittsalter 54). Rund 450 junge Menschen unter 30 haben das Vertrauen der Wähler gewonnen. Erfreuliche rweise wird auch engagierten Jugendlichen zugetraut, wesentliche Anstöße für ein attraktives Pfarrleben einzubringen.

In den letzten Wochen vor den Wahlen erfuhr man des öfteren, dass es nicht einfach war, eine ausreichende Anzahl an KandidatInnen zu gew innen. Es scheint aber, dass sich im Finale sozusagen in den meisten Pfarren doch ausreichend Männer und Frauen zur Verfügung gestellt haben. Mit Wien hat die letzte Diözese in Österreich mit diesen Wahlen eine Trennung des Vermögensverwaltungsrates (Wirts chaftsrat) vom Pfarrgemeinderat (Pastoralrat) durchgeführt – viele Menschen, denen die Erhaltung, die Baulichkeit, die finanzielle Selbstständigkeit der Pfarre am Herzen liegt, mussten nicht mehr für den Pfarrgemeinderat kandidieren. Für nicht wenige wird es ein Grund gewesen sein, eine Kandidatur für den Pfarrgemeinderat nicht in Erwägung zu ziehen. Durch die neuen Pfarrstrukturen und der Möglichkeit für Pfarren, einen gemeinsamen PGR mit einer weiteren Pfarre zu wählen, scheint sich weniger auf die Wahlbe teiligung ausgewirkt zu haben als auf die Gesamtzahl der Gewählten, die mit 4.050 um 500 Personen unter dem Wert von 2012 liegt; größere, gemeinsame Gremien benötigen weniger Kandiden.

Die Abwicklung des Wahltages ist im Großen und Ganzen problemfrei gelaufen. Es zeigte sich schon in der Wahlvorbereitung, dass man es „genauer nimmt“ – mögen die politischen Wahlen der letzten J ahre dafür den Ausschlag gegeben haben oder sind es Angleichungen an Standards der modernen Demokratie: Pfarrgemeinderäte vertreten das Kirchenvolk, beraten den Pfarrer als Stimme der vielen, die in einer Pfarre wohnen. Vielen ist es ein Anliegen, dass dies transparent und nach guten Regeln erfolgt.

Die Pfarrgemeinderatswahlen sind ein Akt, in dem es um die „Kirche am Ort“ geht – „Ich bin da.für “, war auch das Motto dieser Wahlen. Die „Leistung“ der Kirche muss immer konkret bleiben und vor Ort konkret erfahrbar bleiben. Pfarrgemeinderäte standen bisher gemeinsam mit ihrem Pfarrer, auch dann wenn dieser nicht mehr am Ort wohnt, für Ko ntinuität und ein Pfarrleben, das vielen den Zugang zu einer Gemeinschaft im Glauben und zu einem Leben mit Christus ermöglicht.

Kardinal Schönborn richtete in einer Grußadresse ein Wort des Dankes an all jene, die mit diesen Wahlen ihre Mitarbeit im PGR beendet haben; aber auch an alle Kandidatinnen und Kandidaten sowie an alle, die zum Gelingen der PGR - Wahlen beigetragen haben und ein Wort der Ermutigung und der Freude allen, die in den kommenden 5 Jahren für Christus Zeugnis geben und im Pfarrgemeinderat Mitverantwortung übernehmen.


Material und Texte

Ausfüllbare PDF Formulare zur Wahl:

Formulare zur Wahl als Textdokumente:

Nach der Wahl


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