Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Freitag, 20. September 2019
KiBiWö
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Samstag, 28. September 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 5. Oktober 2019
Fachtag Kinderliturgie
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Freitag, 18. Oktober 2019
Vikariat Wien-Stadt: Fachtag Liturgie
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Freitag, 18. Oktober 2019
Vikariat Süd: Lektorenkurs
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Caritas3. Caritas

Aufgaben und Ziele der pfarrlichen Caritasarbeit

Umsetzung in Pfarre und Gemeinde

Finanzierung der Caritasarbeit

Unterstützung durch die Servicestelle diözesane PfarrCaritas

3.1 Aufgaben und Ziele der pfarrlichen Caritasarbeit

Unter den vielen Arbeitsfeldern, die Ehrenamtliche in unseren Pfarren ausfüllen, ist die Tätigkeit des/der Caritasverantwortlichen eine der wichtigsten. Im Engagement der Pfarre für Notleidende, Kranke, Einsame oder Menschen auf der Flucht wird der zentrale Auftrag Jesu Christi verwirklicht. Eine aktive Pfarrcaritas macht daher, in Verbindung mit Liturgie und Verkündigung, die Pfarrgemeinde lebendig und glaubwürdig.

Um der pfarrlichen Caritasarbeit eine Richtung zu geben, ist es wichtig, dass sie eine Person im Pfarrgemeinderat vertritt und mehrere Personen im Caritaskreis mitarbeiten. Es gibt zwar keine detaillierten Regeln, wie Pfarrcaritas aktiv gelebt wird, die folgenden Punkte sollen Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten dieser erfüllenden Aufgabe geben.

Nöte in der Pfarre wahrnehmen und handeln: Ideen entwickeln, wie diesen Nöten – oder zumindest einer davon - begegnet werden kann.

Zivilcourage leben: Die Stimme erheben, wenn Unrecht geschieht. Pfarrcaritas zu leben bedeutet auch, MeinungsbildnerIn zu sein und die Pfarrgemeinde zu solidarischem Handeln zu motivieren.

Aktionen und Projekte durchführen: Es bedarf eigener Aktivitäten, damit konkretes karitatives Handeln als Bestandteil unseres Glaubens wachgehalten wird, z. B.: Besuchsdienste, Spendensammlungen usw.

Auf Öffentlichkeitsarbeit für die Pfarrcaritas achten: In PGR-Sitzungen, in den Pfarrmedien und im Gottesdienst Themen der Caritasarbeit einbringen. Damit nicht „Caritas“ ein Anliegen von einigen wenigen bleibt, sondern zur Aufgabe für die gesamte Gemeinde wird.

Zur Mitarbeit motivieren: Überlegen, wer in der Pfarrgemeinde für welche Tätigkeiten passende Talente und Fähigkeiten hat und diese mit sehr konkreten Aufgaben ansprechen.

Einen Caritaskreis leiten: Eine kompetente Leitung verteilt Aufgaben, verschafft sich einen Überblick und organisiert regelmäßige Treffen.

Bedankungs-Kultur pflegen: Gerade für das ehrenamtliche Engagement ist es wichtig, auf eine Bedankungs-Kultur zu achten. Ehrenamtliches Engagement gehört bedankt und wertgeschätzt.

Finanzielle Mittel aufstellen und verwalten: Die Verwaltung der Caritasmittel soll in den Händen der Caritasverantwortlichen bzw. des Caritaskreises liegen, damit eine schnelle und unbürokratische Hilfe möglich wird.

Über die Pfarrgrenzen hinweg vernetzen und zusammenarbeiten: Den Austausch in den jeweiligen Organisationseinheiten pflegen, Schwerpunkte setzen, gemeinsam agieren.

Mit sozialen Organisationen und Behörden zusammenarbeiten: Für die Begleitung notleidender Menschen ist oft eine Kontaktaufnahme und der Austausch mit den zuständigen Einrichtungen notwendig.

Mit den RegionalbetreuerInnen der Caritas Wien zusammenarbeiten: Die diözesane PfarrCaritas der Caritas Wien versteht sich als Servicestelle und Partnerin für die MitarbeiterInnen in der pfarrlichen Caritasarbeit. Sie bietet viele Dienstleistungen an und beantwortet Ihre Fragen. Wir empfehlen, wenigstens einmal im Jahr an den Caritastreffen und an Weiterbildungen teilzunehmen.

PfarrCaritas

3.2 Umsetzung in Pfarre und Gemeinde

In der Struktur der Erzdiözese Wien befinden sich Pfarren und Gemeinden auch an sozialen und gesellschaftlichen Brennpunkten. Das ist genau dort, wo die Menschen mit ihren Sorgen und Hoffnungen leben.

Pfarren und Gemeinden wirken nach innen und strahlen nach außen, an den Ort, an dem sie sich befinden. Deshalb ist es wichtig, dass sich jede Pfarre und Gemeinde über ihr soziales Umfeld im Klaren ist. Dabei sind alle Menschen unabhängig von religiöser und nationaler Zugehörigkeit, von Ethnie, Geschlecht, Alter usw. in den Blick zu nehmen.

Das Handeln in der Gemeinde, insbesondere das der Caritasarbeit, soll sich daher immer auch am örtlichen Umfeld orientieren! Eine Gemeinde in Bahnhofsnähe verfügt über Angebote für Wohnungslose. Spitäler und Pflegeeinrichtungen im Gemeindegebiet erfordern einen Besuchsdienst. Ein Ort, an dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, bietet sich für Nachhilfe für Kinder und Jugendliche an. Dabei vernetzt sich die pfarrliche Caritas mit den örtlichen Caritaseinrichtungen und arbeitet mit diesen zusammen.

Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten

Schon jetzt gibt es in vielen Pfarren unserer Diözese eine gute, kompetente und verlässliche Caritasarbeit!

Im Rahmen Ihrer Tätigkeit als Caritasverantwortliche/r in der Pfarre/Gemeinde geht es um verstärkte Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb Ihrer Pfarre/Gemeinde. Als Servicestelle PfarrCaritas schlagen wir fünf Aufgabenbereiche sozialen Engagements vor, die angeboten werden sollen:

Beratungs- und Begleitangebote für Menschen in sozialer Not: Sprechstunden, Ämter- und Behördenbegleitung, Sozialberatung im Pfarrgebiet

Trauer: Trauergruppen, Trauercafès, Gottesdienste (regelmäßige Gedenkgottesdienste, Verabschiedungsfeiern), Angebote von Gesprächen und Besuchen

Integrationsprojekte für Menschen auf der Flucht: Unterbringung und Begleitung von geflüchteten Menschen im Pfarrgebiet, Deutschkurse, Begleitung bei Behörden- und Arztwegen, Integrationskaffee, Nachhilfe für Kinder und Jugendliche, Patenschaften für Integrationsprojekte, internationales gemeinsames Kochen

Besuchsdienste: alte, einsame, kranke Menschen zuhause oder in Einrichtungen besuchen, Krankengottesdienste, Krankenkommunion, Pfarrliche Seniorengruppen

Finanzielle und materielle Hilfen: Geldsammlungen (Pflichtkollekten, Katastrophensammlungen, anlassbezogene Kollekten, Niederösterreichische Haussammlung, Sachspendensammlung), Lebensmittel-, Kleider-, oder Essensausgaben, aber auch Projekte internationaler Solidarität

In jedem Pfarrgebiet bzw. jeder Gemeinde soll eines dieser Themen zum Schwerpunkt gemacht und passende Angebote dazu entwickelt werden. Nicht jede Pfarre/Gemeinde muss alles machen! Die anderen Pfarren/Gemeinden sind über die jeweiligen Angebote informiert, arbeiten vernetzt und leiten Bedürftige, aber auch an einer Mitarbeit interessierte KollegInnen weiter. Oder sie helfen mit, die benötigten Finanzmittel aufzubringen.

Hier soll das Solidaritätsprinzip zum Zug kommen: Eine Pfarre/Gemeinde, die keine Möglichkeit zu einer eigenen Sprechstunde, Lebensmittelausgabe etc. hat, unterstützt materiell, finanziell oder personell die jeweilige Schwerpunktgemeinde. Dadurch wird die Arbeit professionalisiert, auch kleinere Gemeinden werden nicht überfordert und die Engagierten werden ihren Charismen entsprechend eingesetzt.

3.3 Finanzierung der Caritasarbeit

Gute Caritasarbeit erfordert finanzielle Mittel. Eine Pfarre/Gemeinde, die sich an den durch das Evangelium vorgegebenen drei Grunddimensionen orientiert, wendet daher erhebliche Budgetmittel für ihr Handeln gegen die Not auf. Die Höhe der Aufwendungen wird je nach Situation der Pfarre/Gemeinde unterschiedlich sein. In Bau- und Renovierungsphasen darf der Solidarbeitrag für die Armen nicht übersehen und geschmälert werden.

Der Caritasverantwortliche und der Caritasausschuss der Pfarre sind für die Erstellung des Budgets, sowie für die Zuteilung und Verwendung der Mittel verantwortlich.

Die Aufbringung der für die Caritasanliegen notwendigen Finanzmittel liegt in der Verantwortung der gesamten Pfarre/Gemeinde.

Die Mittelverwendung wird durch die pfarrlichen Verantwortlichen für Caritasarbeit und Finanzen transparent gemacht und kontrolliert.

Pfarren können, damit Spenden an pfarrliche Caritasprojekte steuerlich absetzbar sind, einen Kooperationsvertrag mit der Caritas abschließen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie bei der PfarrCaritas und Nächstenhilfe.

Eine Geldspende an ein Projekt der Caritas der Erzdiözese Wien ist grundsätzlich steuerlich absetzbar.
Nähere Informationen finden Sie auch unter: Spendenabsetzbarkeit ab 2017

Pfarrcaritas und Geldmittel

3.4 Unterstützung durch die Servicestelle PfarrCaritas

Kontakt

PfarrCaritas und Nächstenhilfe

1010 Wien, Stephansplatz 6/1/5 Tel.: +43 1 515 52-3678

E-Mail: pfarr-caritas@caritas-wien.at

Web: http://www.pfarrcaritas.at

Ihre RegionalbetreuerInnen

Links

Trauer

Integrationsprojekte für Menschen auf der Flucht

Sammlungen/Spenden

Besuchsdienste

Caritas Sozialberatung

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