Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Samstag, 23. März 2019
AUSGEBUCHT Vikariat Wien-Stadt: Einführungskurs in den Dienst als Lektorin/Lektor
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Dienstag, 26. März 2019
Vikariat Wien-Stadt: Besinnungsabend für Mitwirkende in der Liturgie
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Dienstag, 26. März 2019
Vikariat Wien-Stadt: Fachabend Finanz- und Pfarrverwaltung für Mitglieder der Vermögensverwaltungsräte
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Montag, 1. April 2019
Vikariat Wien-Stadt: Natur, Religion und Wissenschaft - ethnische Religionen und Animismus-Debatten
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Mittwoch, 3. April 2019
Vikariat Wien-Stadt: Besinnungsabend für Mitwirkende in der Liturgie
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13. Ökumene – eine Priorität der Kirche

Das II. Vatikanische Konzil hat die Ökumene zu einer Priorität erklärt. Daran erinnerte das ökumenische Direktorium von 1993 mit dem Hinweis, dass das Konzil die Katholiken deutlich dazu aufgerufen hat, „ihre Liebe allen anderen Christen zuzuwenden mit einer Hingabe, die danach verlangt und aktiv daran arbeitet, in Wahrheit alles Trennende zu überwinden. Sie sollen in Hoffnung und Gebet für die Förderung der Einheit der Christen wirken.“ (Nr. 9)

Die Suche nach der Einheit ist keine Randerscheinung der Kirche. Ökumene gehört zu ihren „Prioritäten“, sie ist eine „Verpflichtung“ der Kirche als ganzer wie auch der Orts- und Teilkirchen.

Daher soll jede Pfarre einen Ökumene-Verantwortlichen haben. Wir legen daher den Pfarrgemeinderäten einen Leitfaden für die Ökumene-Arbeit vor.

1. Grundsätzliches

Ökumene beruft sich auf den Auftrag Jesu, der im Johannes-Evangelium so formuliert ist (Joh 17,21): Alle sollen eins sein, wie du Vater in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Um die konkrete Umsetzung dieses Auftrags sollen sich Christinnen und Christen bemühen. Ökumenische Gesinnung und ökumenisches Tun haben zur Voraussetzung, dass jeder Partner den eigenen Standpunkt kennt und respektvoll sich um das Verständnis der Haltung des anderen bemüht. Hierbei soll aus dem Geist christlicher Liebe das Gemeinsame über das Trennende gestellt werden.

Ökumenisches Engagement wird in einem Pfarrgemeinderat folgendermaßen wahrgenommen:

2. Aufgaben

2.1 Ökumenische Aufgaben und Möglichkeiten

2.2 Weitere Impulse

Anregungen und Impulse zur ökumenischen Zusammenarbeit finden sich im Dekret über den Ökumenismus „Unitatis Redintegratio“, in der „Charta Ökumenica“, im „Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich“,

siehe ebenfalls:

3. Beziehungen zum Judentum

Im Zweiten Vatikanischen Konzil hat die katholische Kirche im Dokument „Nostra Aetate“ im Blick auf die anderen Religionen festgehalten: „Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“ Eine besondere Stellung nimmt für die Kirche die jüdische Religion ein: das Judentum ist doch jene Religion, in der das Christentum seine Wurzeln hat.

Im Glauben wissen wir, dass unsere jüdischen Schwestern und Brüder „von Gott geliebt sind, und das um der Väter willen. Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt„ (Röm 11,28-29). Sie haben „die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus“ (Röm 9,4-5).

Wir beklagen und verurteilen alle Manifestationen des Antisemitismus, Hasspostings im Internet und Verfolgungen. Für den christlichen Antijudaismus bitten wir Gott um Vergebung und unsere jüdischen Geschwister um Versöhnung.

Wichtig sind die Weiterbildung und das Verstehen der Hebräischen Bibel.

Hilfreich für ein besseres Verständnis und für die Vertrauensbildung zwischen Christen und Juden ist die Wahrnehmung von Gedenktagen, z.B. Pogrom-Gedenken (9. November) und Tag des Judentums. Wichtig ist eine gewissenhafte gemeinsame Vorbereitung und eine lebendige Gruppe, die für die Veranstaltung verantwortlich ist.

4. Unterstützungen

Für weitere Fragen und Auskünfte bitte Kontakt aufnehmen mit

dem Fachausschuss Ökumene oder mit

der Diözesankommission für ökumenische Fragen (Tel: 01/4277-31702)


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