Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Donnerstag, 23. Mai 2019
AUSGEBUCHT Vikariat Wien-Stadt: Exkursion Kurier
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Samstag, 1. Juni 2019
ZUSATZTERMIN - Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 8. Juni 2019
Vikariat Wien-Stadt: Aufbaukurs - Krankenkommunion
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Samstag, 6. Juli 2019
Firmsplash
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Freitag, 20. September 2019
KiBiWö
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15. Schöpfungsverantwortung

Schöpfungsverantwortung1. Grundsätzliche Darstellung und Überlegungen

Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung. (Papst Franziskus, Laudato Si 217)

Dieses Zitat macht deutlich, dass Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit einen wichtigen Platz in unseren Pfarren und Gemeinden haben soll und dieses Anliegen natürlich eine/n zuständigen Pfarrgemeinderät/in haben sollte. Hier ein paar Anregungen wofür sich ein/e Umweltpfarrgemeinderät/in einsetzen kann (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne die Erwartung, dass das alles ein PGR umsetzt!):

Aus der Aufstellung wird deutlich, dass das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit ein Thema ist, das in (fast) alle Bereiche der Pfarre mit hineinspielt bzw. mitgedacht werden sollte. Der/Die Umwelt PGRs kann daher die Pfarre bzw. Gemeinde unterstützen, den Blick auf die Nachhaltigkeit und die Schöpfungsverantwortung bei diesem oder jenem Projekt nicht zu übersehen. Empfehlenswert ist es auch ein Umwelt- oder Schöpfungsteam in der Pfarre, dem Pfarrverband oder der Gemeinde zu gründen um die vielfältigen Ideen und Aufgaben gemeinsam zu bewältigen!

Der sorgsame Umgang mit den Ressourcen der Erde ist letztlich auch eine Frage unserer Glaubwürdigkeit als Christen und wird - vermehrt in der heutigen Zeit – von unseren Mitmenschen wahrgenommen!

2. Anregungen zur konkreten Umsetzung

2.1. Die Schöpfung zum Thema machen (Bewusstseinsbildung), erleben und staunen

2.2. Schöpfungsverantwortung im Alltag der Pfarre

Die Pfarre als „Betrieb“ und ihre unterschiedlichen Bereiche – ein paar Anregungen dazu:

2.3. Schöpfungsverantwortung – miteinander auf dem Weg sein

Manchmal hilft es auch sich gemeinsam auf den Weg zu machen und miteinander neues Wagen. Zwei ganz konkrete Angebote möchten wir kurz vorstellen:

Pfarrgemeinde fairwandeln

Bei diesem Projekt geht es darum ein Angebot oder eine konkrete Maßnahmen in den Bereichen Schöpfungsverantwortung, faire Wirtschaft und Soziales in der Pfarrgemeinde umzusetzen. Begleitung und Unterstützung bietet das FAIRwandeln Team der Diözese. Für den Bereich der Schöpfungsverantwortung / Ökologie ist das Umweltbüro ein möglicher Ansprechpartner. Weitere Informationen dazu und zu den Projekten der Pilotpfarren geht es hier: http://ka-wien.at/site/welthaus/fairwandeln

EMAS (Eco Management and audit Sheme – Umweltmanagement für die Pfarre)

EMAS, als Umweltmanagementsystem, möchte der Pfarre bzw. der Gemeinde helfen, den Gedanken der Nachhaltigkeit und der Schöpfungsverantwortung fix in der Pfarre zu verankern. Dazu braucht es ein Umwelt- oder Schöpfungsteam und die Bereitschaft des PGRs und des Pfarrers, diesen Weg mitzugehen von der Bestandsaufnahme (Wo stehen wir?), über die Ideen zur Verbesserung (Umweltprogramm) bis zur externen Überprüfung (Zertifizierung). Wir haben in der Erzdiözese Wien aktuell 11 EMAS zertifizierte Betriebe und Pfarren. Die Einführung des Umweltmanagementsystems wird natürlich begleitet! Mehr dazu finden sie hier: http://www.schoepfung.at/content/site/home/themen/

2.4. Schöpfungsverantwortung in kirchlichen Texten (einige Beispiele)

„In den Kirchen gibt es beispielhafte Initiativen für nachhaltiges Wirtschaften: Vom Einsatz erneuerbarer Energie bis zur biologischen Landwirtschaft in klösterlichen Gemeinschaften. In vielen kirchlichen Einrichtungen ist der Konsum von fair gehandelten Produkten eine Selbstverständlich-keit. Um diese Ansätze auszubauen, bedarf es verbindlicher Ziele und Aktionsprogramme, die sich in den Budgets und den Tätigkeitsberichten kirchlicher Gemeinschaften und Einrichtungen spiegeln müssen. Eine konkrete Anregung für die Bewusstseinsbildung ist auch der 1. September, der bereits in mehreren Kirchen als Tag der Schöpfungsverantwortung begangen wird.“
(2003, ökumenisches Sozialwort der Kirchen, Kap. 8, Nr. 297)

„Die Kirche hat eine Verantwortung für die Schöpfung und muss diese Verantwortung auch öffentlich geltend machen. Und wenn sie das tut, muss sie nicht nur die Erde, das Wasser und die Luft als Gaben der Schöpfung verteidigen, die allen gehören. Sie muss vor allem den Menschen gegen seine Selbstzerstörung schützen.“
(2009, Enzyklika Caritas in veriate, Papst Bendedikt XVI, Nr. 50)

„Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung oder zumindest die menschlichen Ursachen, die sie hervorrufen und verschärfen, zu bekämpfen.“
(2015, Enzyklika Laudato Si, Papst Franziskus, Nr. 23)

3. Infos und Hilfestellung

Das Umweltbüro der Erzdiözese Wien unterstützt Sie gerne in Ihrem Engagement für die Umwelt in ihrer Pfarre. Es sieht sich als Service und Vernetzungsstelle in Umweltfragen. Gerne können Sie unsere Broschüre anfordern oder unseren Newsletter (max. 1x im Monat) beziehen. Kontaktieren Sie uns bei speziellen Fragen oder wir kommen vorbei zu einem Vortrag oder einer konkreten Beratung! Auf vier Dinge möchte ich hier noch besonders hinweisen:

Empfehlenswerte / hilfreiche Links

Anfragen und weitere Information

Umweltbeauftragter Markus Gerhartinger,
m.gerhartinger@edw.or.at;
0664 885 22 785


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Statements von Pfarrgemeinderäten zum Thema Schöpfungsverantwortung