Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Donnerstag, 23. Mai 2019
AUSGEBUCHT Vikariat Wien-Stadt: Exkursion Kurier
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Samstag, 1. Juni 2019
ZUSATZTERMIN - Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 8. Juni 2019
Vikariat Wien-Stadt: Aufbaukurs - Krankenkommunion
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Samstag, 6. Juli 2019
Firmsplash
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Freitag, 20. September 2019
KiBiWö
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Berufungspastoral

1. Aufgaben und Ziele

Persönliche und gemeinsame Berufung

Die Vorstellung, dass Gott Menschen ruft, gehört zur Grundvorstellung christlichen Redens von Gott. Gott ergreift die Initiative: Er ruft uns Menschen ins Leben, stattet uns aus mit einer Begabung, einem Potenzial, gibt unserem Leben einen Plan und ein Ziel. Er spricht uns an und fordert uns heraus, diese Gaben zu entfalten. Aufgabe des Menschen ist es, die Zeichen für Gottes Ruf wahrzunehmen, zu deuten und mit seinem Leben auf den Anruf Gottes Antwort zu geben. Durch die Taufe sind alle Christen berufen, gemeinsam Zeichen der Liebe Gottes unter den Menschen zu sein, mit ihren Begabungen Welt und Kirche mitzugestalten, Christus nachzufolgen und Verantwortung zu übernehmen und miteinander das Reich Gottes in unserer Welt zu verwirklichen: in der ganz persönlichen Lebenssituation, als Mann, als Frau, als Ehepaar und/oder Familie..., am konkreten Lebensort. Innerhalb dieser gemeinsamen Berufung ruft Jesus Menschen, entsprechend ihren je eigenen Charismen, zu besonderen Lebensständen, Sendungen und Aufgaben / Aufträgen: zum Priestertum, Diakonat, „die Ordensweihe …, die Berufung als Laie, das Charisma der Säkularinstitute, die Gesellschaften apostolischen Lebens, die Berufung zur Ehe, die verschiedenen laikalen Formen der Vereinigungen, die sich Ordensinstituten angeschlossen haben, die missionarischen Berufe, die neuen Formen des geweihten Lebens.“(In Verbo Tuo 22b), sowie die kirchlichen Berufe, wie PastoralassistentInnen, JugendleiterInnen, ReligionslehrerInnen...: So „muss man nun immer mehr zu einer Förderung sämtlicher Berufungen gelangen, denn in der Kirche des Herrn wachsen wir entweder gemeinsam, oder keiner wächst.“(In Verbo Tuo 13c )

Berufungen fördern

Berufungen zu fördern und zu wecken, bedeutet zunächst, die unterschiedlichen Charismen (Begabungen) wahrzunehmen und sie als Geschenk und Auftrag von Gott begreiflich zu machen. Eine Berufung klären und ihr folgen bedeutet, dem Anruf Gottes Raum geben. Berufenen beistehen heißt, ihnen zu helfen, „Ja“ zum Ruf Gottes sagen zu können. Meist sind es Eltern, Freunde, Priester, christliche Gemeinschaften, vor allem also Menschen, die selbst hellhörig sind für das Wirken Gottes in unserer Zeit, die zu Vermittlern, Helfern und Begleitern werden. Gerade die Pfarrgemeinde hat die Aufgabe, ein Klima zu schaffen, in dem Gottes Ruf gehört wird. Sie hat die Aufgabe, Menschen, die auf der Suche nach ihrer Berufung sind, Hilfestellung und Begleitung anzubieten. Innerhalb der Pfarrgemeinde sollen Berufungen wachsen, reifen, sich entfalten können.

Der Dienst an den Berufungen muss in den Pfarrgemeinden vom Pfarrgemeinderat immer wieder unterstützt und wach gehalten werden, um eine „Kultur der Berufung“(In Verbo Tuo, 13b) zu schaffen!

Der/die Verantwortliche für Berufungspastoral soll gemeinsam mit dem PGR und wenn möglich mit der ganzen Pfarrgemeinde (immer wieder) in Erinnerung rufen, dass alle Frauen und Männer in der Pfarrgemeinde durch die Taufe gemeinsam von Gott gerufen sind. (Wer bin ich als Getaufte/r? Wer sind wir gemeinsam als Kirche?)

Weiters geht es darum, Menschen/die Pfarre zu unterstützen, innerhalb dieser gemeinsamen Berufung nach der persönlichen Berufung zu fragen: Wozu bin ich persönlich berufen? Wo und wie kann ich Gott in meinem konkreten Leben nachfolgen?

Diese Frage führt manchmal zu einer weiteren Entscheidung: Wie will ich diese Berufung leben? Welche Möglichkeiten hat Gott für mich ganz persönlich? Möchte ich Gott vielleicht in einer intensiveren Form, in einer besonderen Berufung nachfolgen? Hier geht es für den/die Verantwortliche darum, Interessierte behutsam anzusprechen und Informationsmöglichkeiten anzubieten.

2. Umsetzungsmöglichkeiten

Das Anliegen der Weckung und Förderung von Berufungen im allgemeinen sowie geistlicher und kirchlicher Berufe im besonderen“ sollte also stets in der Pfarrgemeinde präsent sein. Es geht hier um ein zentrales Thema der Kirche, nicht um etwas, das „eben auch dazugehört“. Die Frage nach der Berufung ist ein wesentlicher Auftrag der Kirche, darum sollte sie „zutiefst in die allgemeine Pastoral jeder Ortskirche einbezogen“ sein.(Pastores dabo vobis, 34)

Konkrete Möglichkeiten, den Dienst an den Berufungen in die kirchlichen Grundvollzüge Liturgie/Gebet – Communio (Gemeinschaft) – Caritas/Diakonie und Verkündigung zu integrieren, möchte die folgende Zusammenstellung aufzeigen. Suchen Sie immer auch die Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus den genannten Bereichen.

Liturgie/Gebet/Spiritualität

Gemeinschaft

Caritas/Diakonie

Jungen Menschen Möglichkeiten zum Engagement vermitteln und dieses begleiten (Begleitung organisieren): Besuche im Altersheim oder Krankenhaus, Kinderbetreuung, Caritasladen oder Flohmarkt

Verkündigung/Öffentlichkeitsarbeit

3. Hilfreiche Literatur

Canisiuswerk: „Arbeitsmappe für Pfarrverantwortliche“ Karl Rahner/Herbert Vorgrimler: „Kleines Konzilskompendium“, Verlag Herder, Freiburg 2002. Päpstliches Werk für geistliche Berufe: In Verbo Tuo – Neue Berufungen für ein neues Europa – Schlussdokument des Europäischen Kongresses für die Berufungen zum Priestertum und Ordensleben in Europa, Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 131, 1997. – Dieses und weitere interessante Dokumente zum Thema gibt es zum Download auf der Website der Berufungspastoral unter www.berufungen.at!! George Augustin/Günter Risse (Hg.): Die eine Sendung – in vielen Diensten – Gelingende Seelsorge als gemeinsame Aufgabe der Kirche, Bonifatius Verlag, Paderborn 2003. Gisbert Greshake: Priester sein in dieser Zeit. Theologie -Pastorale Praxis – Spiritualität, Verlag Echter, 2005.

Joan Chittister: Unter der Asche ein Feuer – Spiritueller Aufbruch heute, Don Bosco Verlag, 2000. Mirjam Schambeck/Walter Schupp (Hg.): Lebensentscheidung – Projekt auf Zeit oder Bindung auf Dauer? Zu einer Frage des Ordenslebens heute, Echter Verlag, Regensburg 2004. Josef Maureder SJ: Wir kommen, wohin wir schauen – Berufung leben heute, Verlag Tyrolia, Innsbruck 2005. Christa Baich sa/Bernhard Körner: Was vom Himmel kommt, will aus der Erde wachsen – Wege christlicher Berufung, Verlag Tyrolia, Innsbruck 2002. Herbert Alphonso, Die Persönliche Berufung, Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2002. Johannes Bours: Da frage Jesus ihn – Schritte geistlicher Einübung in die Jesusnachfolge, Verlag Herder – Sonderausgabe für das Canisiuswerk, Wien 2003. Cansiuswerk: „Briefkurse – Exerzitien im Alltag“.

4. Informationen, Materialien und Kontakte

Canisiuswerk – Zentrum für geistliche Berufe

Stephansplatz 6/Stiege 1/2. Stock
1010 Wien
Tel.: 01/512 51 07
Homepage: www.canisius.at, E-Mail: canisiuswerk@canisius.at

Berufungspastoral der Erzdiözese Wien

Diözesandirektor:
Mag. Franz Bierbaumer, Canisiusgasse 1, 3580 Horn, E-Mail: bierbaumer@centrumhorn.at

Referent:
Mag. Darko Trabauer, Tel.: 0664 /6216851, E-Mail: d.trabauer@edw.or.at

Homepage: www.berufungen.at Quo vadis? –

Treffpunkt für Engagement in der Kirche

Stephansplatz 6 (Hof), 1010 Wien, Tel. 01/512 03 85 (ab 2.2.2012),

Homepage, www.quovadis.or.at, E-Mail: office@quovadis.or.at