Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Samstag, 23. März 2019
AUSGEBUCHT Vikariat Wien-Stadt: Einführungskurs in den Dienst als Lektorin/Lektor
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Dienstag, 26. März 2019
Vikariat Wien-Stadt: Besinnungsabend für Mitwirkende in der Liturgie
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Dienstag, 26. März 2019
Vikariat Wien-Stadt: Fachabend Finanz- und Pfarrverwaltung für Mitglieder der Vermögensverwaltungsräte
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Montag, 1. April 2019
Vikariat Wien-Stadt: Natur, Religion und Wissenschaft - ethnische Religionen und Animismus-Debatten
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Mittwoch, 3. April 2019
Vikariat Wien-Stadt: Besinnungsabend für Mitwirkende in der Liturgie
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Arbeitsweise des PGR

Umgangskultur - Gesprächskultur

Kommunikation, d.h. Gespräch und Verständigung, über eine Sache gelingt nur dann wenn die Beziehung der Gesprächsteilnehmer stimmt. Das gilt natürlich auch für den PGR: um gemeinsam für die Pfarrgemeinde arbeiten zu können, muß die Beziehung stimmen.

Ein wesentlicher Faktor, dass die Beziehungen im PGR stimmen ist die herrschende Umgangskultur.

Dafür ist es nötig, dass die PGR-Mitglieder füreinander auch als Person sichtbar und greifbar werden, indem sie z.B. ihre persönliche Motivation für die Arbeit im PGR offenlegen, im PGR die persönlichen Visionen ausgetauscht werden, die persönliche Verfassung wahrgenommen wird. Dabei geht es im Pfarrgemeinderat um eine Arbeitsbeziehung, d.h. das Gemeinsame zu suchen und Basis für gemeinsame Arbeit finden, Freundschaft ist nicht vorgeschrieben - sie ist aber auch nicht verboten und entsteht wohl auch oft im PGR!

Zusammenarbeit braucht Regeln, die die Qualität der Arbeit sichern:

Die Pfarrgemeinderatsordnung und die Geschäftsordnung stecken dafür den unabdingbaren Rahmen durch Verfahrensregeln ab.

Darüber hinaus kann es aber hilfreich sein, im PGR Umgangsregeln miteinander zu vereinbaren.

Einige Gesprächsregeln:

Ein Gespräch kann gelingen, wenn ich:

Konfliktkultur

Was tun bei/mit Konflikten im PGR?

Überall, wo Meinungen ausgetauscht werden, gibt es Unterschiede in der Sichtweise - deswegen erfolgt ja der Meinungsaustausch, damit eine neue, gemeinsame Sicht entstehen kann! Wo es Meinungsunterschiede gibt, dort können Konflikte entstehen. Konflikte sind nicht von Haus schlecht; schlecht ist der falsche Umgang mit Konflikten, nicht zuletzt die Vermeidung: dann geschieht eben kein Meinungsaustausch und kein Finden des gemeinsamen Standpunktes.

Eine erforderliche Grundhaltung ist daher die Bereitschaft, sich den Problemen zu stellen und aus Konflikten zu lernen, einen Konflikt als Chance sehen und den Anderen trotz eines Konfliktes mit Achtung zu begegnen. Zur Konfliktkultur im PGR gehört auch das Einhalten von demokratischen Spielregeln: zu akzeptieren, wenn eine Entscheidung nicht hundertprozentig nach meiner Sicht erfolgt.

Wichtig ist auch auf die Unterscheidung zu achten, welche Konflikte gelöst werden können, und mit welchen wir leben müssen: welche Unterschiede wir einfach aushalten und akzeptieren müssen, und welche Konflikte unbedingt gelöst werden müssen, um im PGR miteinander arbeitsfähig zu bleiben.

Eine gute Vorbereitung der PGR-Sitzung, die ausreichend Raum für den Meinungsaustausch schafft, begünstigt das konstruktive Umgehen mit Konflikten, damit sie eben als Chance genützt werden können, um sachlich gute und gemeinsam getragene Lösungen.

Eine Hilfe, mit Konflikten konstruktiv umzugehen ist die beiliegende Checkliste.

Übung zur Beziehung unter Konfliktpartnern:

Überdenken Sie Ihr Verhältnis zum Anderen anhand der folgenden Fragen:

Wo gibt es Punkte, in denen ich absolut nicht mit meinem Gegenüber/ den Anderen übereinstimmen kann?

 

Wo gibt es Punkte, in denen ich das Verhalten der Anderen absolut nicht verstehen kann?

 

Wodurch könnte meine grundsätzliche Achtung vor den Anderen noch weiter vermindert werden?

 

Wodurch versuche ich zu verhindern, dass die gegenseitige Achtung mehr und mehr verloren geht?

 

Wodurch könnte ich das Positive und Wertschätzende, das ich für den Anderen jetzt im Augenblick empfinde, zum Ausdruck kommen?

 

Wessen kann sich jeder sicher sein, der mit mir in einen Konflikt gerät?

 

Bei vielen Konflikten weiß man oft gar nicht mehr, worum es eigentlich geht. Der folgende Raster kann helfen, die einzelnen Streitthemen konkreter zu benennen.

Issues (Streit-Themen)

Überdenken Sie anhand der folgenden Fragen, worum es in ihrem Konflikt tatsächlich geht:

Über welche Punkte herrschen Meinungsverschiedenheiten?

1.

2.

3.

Welche Punkte schwingen da noch mit?

Bei 1.

Bei 2.

Bei 3.

Wo könnte man einzelne Punkte voneinander getrennt behandeln?

Bei 1.

Bei 2.

Bei 3.

Über welche Teile könnte Annäherung oder sogar Einigkeit erzielt werden?

Bei 1.

Bei 2.

Bei 3.

Der ganze Konflikt müsste nicht sein, wenn

 
 
 

Es kann sein, dass ein Konflikt so zu wachsen beginnt, dass ein konstruktiver Umgang damit schwer fällt. Dann ist eine Begleitung von außen notwendig, z.B. durch Gemeindeberatung.

Sitzungskultur

Raumgestaltung: Die Sitzung soll in einem der Größe des Gremiums entsprechenden Raum stattfinden, ruhig gelegen, bei angenehmer Raumtemperatur, guter Beleuchtung; kurzum mit einer einladenden und angenehmen Gestaltung. Getränke, in Pausen oder auch während der Sitzung, tragen zum Wohlbefinden bei.

Die Sitzordnung soll sicherstellen, dass wirklich jeder jeden sehen kann und der Sitzungsleiter einen guten Überblick hat; ideal ist eine runder oder (annähernd) quadratischer Tisch. Lange Tischreihen, ein Platz an der Ecke oder gar in der zweiten Reihe verhindern die Teilnahme am Gespräch!

Tischschmuck - Blumen und Kerzen je nach Jahreszeit - schaffen eine freundliche Stimmung.

Sitzungsdauer: Pünktlichkeit gerade auch beim Beginn der Sitzung erleichtert die Pünktlichkeit am Ende. Endlose Sitzungen sind für niemanden angenehm; besser ist eine klar begrenzte Sitzung und danach Zeit für das ungezwungene Gespräch und Beisammen sein. Für die Pünktlichkeit gilt: jedes Thema braucht solange, wie man sich dafür Zeit gibt. Ist in der vorgesehenen Zeit kein Ergebnis zu erreichen, ist es günstiger, den Tagesordnung bei der nächsten Sitzung nochmals auf die Tagesordnung zu nehmen.

Sitzungstermine, die langfristig und damit einplanbar sind, erleichtern den PGR- Mitgliedern die Teilnahme. Daher empfiehlt es sich entweder am Beginn des Arbeitsjahres die Termine der PGR-Sitzungen für das Jahr zu vereinbaren, oder zumindest am Ende der PGR-Sitzung den nächsten Termin festzusetzen. (Außerordentliche PGR-Termine sind selbstverständlich immer möglich, vgl. GO 1.1 und 1.4).