Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Samstag, 26. Januar 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kurs für Leiter/innen von Wort-Gottes-Feiern mit Berechtigung zur Kurzansprache, Teil 1
- mehr …
Samstag, 16. Februar 2019
AUSGEBUCHT Vikariat Wien-Stadt: Ausbildungskurs für e.a. Mesner/Mesnerinnen - 1. Teil
- mehr …
Samstag, 23. Februar 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
- mehr …
Samstag, 23. Februar 2019
Vikariat Wien-Stadt: Weiterbildungsnachmittag für Leiter/innen von Wort-Gottes-Feiern
- mehr …
Samstag, 9. März 2019
Vikariat Süd: Leitung von Wortgottesfeiern mit Kurzansprache
- mehr …

Aufgaben des PGR

Der PGR unterstützt den Pfarrer mitverantwortlich bei der Leitung der Pfarrgemeinde. Er berät mit dem Pfarrer Fragen des pfarrlichen Lebens und entscheidet zusammen mit dem Pfarrer (vgl. PGO I.2a). Das tut er als ein im Wesentlichen von der Pfarrbevölkerung gewähltes Gremium.

Damit sind die wesentlichen Aufgaben des PGRs umrissen:

Die Pfarrgemeinderatsordnung beschreibt in PGO II die Aufgaben des PGRs näher. Eine Beschreibung der Aufgaben im Einzelnen finden Sie bei den Fachbereichen.

Der PGR unterstützt den Pfarrer bei der Leitung des Pfarrgemeinde!

Was sind daher die Leitungsaufgaben in einer Pfarrgemeinde?

"Personalentwicklung":

Aufgabe des PGRs ist die vorhandenen Charismen der Menschen in der Pfarrgemeinde zu entdecken und zu fördern und ihnen Entfaltungsraum zu sichern. Dazu gehört auch das Fördern der Zusammenarbeit.

Kommunikation und Vernetzung:

Wissen, was läuft, und die Möglichkeit, sich einzubringen, sind wesentliche Voraussetzungen für eine funktionierende Gemeinschaft. Das durch Information und Schaffung von Begegnungsräumen zu ermöglichen ist Aufgabe des PGRs: die Vernetzung, das Ins-Gespräch-Bringen, der verschiedenen Gruppen in der Pfarre, das Anbieten von Gesprächsforen für "Fernstehende" (wer steht hier wem fern?) gerade auch in Zusammenarbeit mit den Gliederungen der Katholischen Aktion. (Dass Information daher zuerst auch im PGR gegeben sein muß, ist selbstverständlich.)

Ziele finden und für die Zielerreichung sorgen

Der Pfarrgemeinderat ist dafür verantwortlich, dass in der Pfarrgemeinde eine gemeinsam getragene Vision von Pfarrgemeinde entwickelt wird, die das Fundament für das Zusammenleben und das Handeln in der Pfarrgemeinde bildet. Auf diesem Fundament gilt es, Ziele miteinander zu vereinbaren und zu entscheiden, die Durchführung zu planen und zu steuern und am Ende zu überprüfen, ob gelungen ist, was wir erreichen wollten. Ebenso ist zu entscheiden, welche Personen oder Gruppen wie beteiligt sind.

Ein wichtiger Aspekt der Zielfindung ist das Setzen von Prioritäten: vieles ist wichtig, aber nicht alles ist gleichzeitig leistbar!

Ist-Analyse

Wenn der Pfarrgemeinderat seine Arbeit aufnimmt, muß er sich einen Überblick über die Situation in der Gemeinde verschaffen. Dabei kann man nach folgenden Gesichtspunkten vorgehen (vgl. auch vorhandene Pfarrprofile in Pfarren der Vikariate Nord und Süd).

Soziologische Gegebenheiten

  • Räumliche Ausdehnung der Pfarre, Filialen.
  • Einwohnerzahl, Zahl der Katholiken, der Protestanten, der Bewohner ohne religiöses Bekenntnis,...
  • Lebenszentren im Pfarrgebiet (Schulen, Kaufhäuser, Betriebe, Anstalten).
  • Wohnblöcke im Pfarrgebiet, Neubauten, Siedlungen (bestehende oder denkbarer Sprengel).
  • Überblick über die beruflichen Schichtungen, über die altersmäßige Gliederung, über das bildungsmäßige Niveau, Einblick in die sozialen Verhältnisse (Lebensstandard, Wohnverhältnisse, Besitz,...).
  • Ausländer.
  • Politische Parteien im Pfarrgebiet.
  • Einzelpersönlichkeiten in führender, einflußreicher Position.
  • Fremdenverkehr.

Religiöse Situation

  • Vorhandene Kirchen und Seelsorgeräume, ihre Lage; Gottesdienstbesucher (wie viele, wer).
  • Sakramentenspendung: Beteiligung der Gläubigen, Formen der Vorbereitung, Gestaltung (pfarrliche Praxis der Taufspendung, des Bußsakramentes, der Kommunion, Erstkommunion); Gestaltung von Festen, Feiern, Prozessionen, Wortgottesdiensten.
  • Stand und Bemühungen zur religiösen Erwachsenenbildung.
  • Formen und Wege religiöser Vertiefung (Einkehrtage, Eherunden, Bibelrunden, Glaubensgespräche,...).
  • Mitleben und Interesse der Erwachsenen, besonders der Eltern, für die Belange der Kinder- und Jugendseelsorge.

Pastoralkonzept

  • Schwerpunkte des derzeitigen Konzeptes oder Planes.
  • Mit welchen Methoden und Mitteln wird die Verwirklichung dieser Schwerpunkte erstrebt?
  • Kontakte mit Nachbarpfarren.
  • Zusammenarbeit im Dekanat, Vikariat.
  • Zusammenhang des Konzeptes mit dem des Dekanates, des Vikariates, der Diözese.
  • Kontakte nach außen (zur politischen Gemeinde, zu Ämtern, Körperschaften, zur Lokalpresse, zu Schulen, Betrieben,...).

Vorhandene Einrichtungen und Mitarbeiter

  • Bestehende Gruppierungen des Laienapostolates.
  • Referate und Arbeitskreise.
  • Übersicht über das Personal (hauptamtliche und nebenberufliche Mitarbeiter, ehrenamtliche Mitarbeiter).
  • Vorhandene Räume, Liegenschaften,...
  • Wichtigste Veranstaltungen der Pfarre.
  • Terminplan für das laufende Arbeitsjahr.
  • Pfarrblatt, Pfarrbrief, Kirchenzeitung, Schaukasten, Bibliothek, Kartei und anderes.

Fragen und Probleme

  • Schwierigkeiten in der Jugendseelsorge.
  • Probleme der Alten, Alleinstehenden, Wiederverheirateten, Kranken, kinderreichen Familien.
  • Einbindung der Ausländer.
  • Gewinnung von Mitarbeitern, ihre Ausbildung.
  • Glaubensweiterbildung.
  • Fernstehende, Randchristen.
  • Aktivierung der "Sonntagschristen".
  • Probleme zum Kirchenbeitrag.
  • ...

Kontakt nach "außen", Repräsentation:

Der PGR hat den Finger am Puls der Gemeinde, die Pfarrgemeinde sind wachsam, was sich tut und was es braucht. Zugleich vertritt der PGR die Beschlüsse auch nach außen.