Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Samstag, 7. November 2020
Vikariat Wien-Stadt: Kurs für Leiter/innen von Wort-Gottes-Feiern mit Kurzansprache, Teil 3
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Samstag, 14. November 2020
Vikariat Wien-Stadt: Ausbildung für Leiter von Wort-Gottes-Feiern, Modul Kurzansprache
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Samstag, 14. November 2020
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 16. Januar 2021
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Samstag, 20. Februar 2021
Vikariat Süd: Leitung von Wortgottesfeiern mit Kurzansprache (Teil 1 von 5)
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Wie gibt der Pfarrgemeinderat wirklich "RAT"?

Zur Beratungsfunktion des Pfarrgemeinderates in der PGR Ordnung

Mit der in der PGR-Ordnung angesprochenen Beratungsfunktion des Pfarrgemeinderates gibt es in Praxis viele Missverständnisse und Unklarheiten. Zudem regelt die Ordnung viele daraus entstehende Fragen nicht näher, und im praktischen Miteinander-Arbeiten entstehen oftmals Spannungen, die bis zur Lähmung des Gremiums führen können:

Damit der PGR seine Beratungsfunktion in effizienter Weise ausüben kann, braucht es zuerst Verständigung über diese Fragen in drei Schritten:

  1. Klärungen des gemeinsamen Arbeitens
  2. Verfahrensregelungen zwischen Pfarrer und PGR, innerhalb des PGR
  3. Überprüfung der Arbeitweise zwischen Pfarrer und PGR

1. Klärung des gemeinsamen Arbeitens in mehreren Schritten

1. Themenklärung:

2. Anlassklärung:

3. Funktionsklärung:

4. Verfahrensklärung:

5. Rollenklärung:

Der um Rat fragende ist zugleich der Handelnde – ihm obliegt es, zu handeln. er müsste dies ja auch, wenn es gar niemanden gäbe, den er um Rat fragen könnte.
Die um Rat Gefragten ersetzen nicht dessen Handeln, sonder unterstützen es nach bestem Wissen und Gewissen.
Ihr Rat verändert zwar das handeln dessen, der um rat gefragt hat, jedoch nur über dessen Zustimmung zu dem rat, der ihm gegeben wurde.
ihre Verantwortung ist es, nichst zu verschweigen oder zu unterlassen, was ihrer Überzeugung nach zu einem guten rat gehört. die Verantwortung des um Rat fragenden bleibt es, die Beratung anzunehmen oder abzulehnen und sein Handeln jedenfalls wieder aus eigener Verantwortung zu gestalten (sich nicht ausreden auf "schlechten Rat"...)

6. Machtklärung:

Wer um Rat fragt, hat Macht, insofern er auch ohne jeden Rat handeln könnte, soweit es in seiner Verantwortung und Kompetenz liegt.

Grundsatzklärung:

Um Rat zu fragen bzw. Rat geben mit dem Ziel, mehr Macht zu erwerben, verstärkt jeweils nur die Abhängigkeit. Jeder gefragte oder gegebene Rat hat zur Vorraussetzung, dass innerhalb der komplexen Rolle, in die sich beide damit begeben, sich gegenseitig bereits Macht gegeben worden ist. Wird einer der beiden als "machtlos" oder "ohnmächtig" betrachtet, ist effizienter Rat unmöglich. Die Verantwortung, dass guter Rat zustande kommt, liegt daher an beiden Seiten.

2. Verfahrensregelungen

Die Form, in der sich die Beratungsfunktion des PGR in der PGR.Ordnung ausdrückt, ist die Abstimmung bzw. das erörternde Gespräch über die jeweiligen pastoralen Fragen, die zu beraten sind.

Die in der PGR-Ordnung festgelegten Regeln sind von allen Seiten einzuhalten, soll vermieden werden, dass der PGR ineffizient wird in seiner Beratungsfunktion.

Je klarer dem Pfarrgemeinderat ist, wie mit seinem Rat verfahren wird, desto effizienter wird die Zusammenarbeit und Beratung ausfallen.
Die gleichen Grundsätze gelten selbstverständlich, wenn andere hauptamtliche Seelsorger oder Fachausschussleiter oder eigenverantwortliche pfarrliche Mitarbeiter als Rat-Fragende betroffen sind.

3. Überprüfung der Arbeitsweise zwischen Pfarrer und Pfarrgemeinderat