Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Freitag, 20. September 2019
KiBiWö = KinderBibelWochenende
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Dienstag, 24. September 2019
„Mission“ übersetzt: „Dahinter sehen!“
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Samstag, 28. September 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Dienstag, 1. Oktober 2019
Der PGR – wo Seelsorge an erster Stelle steht?
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Mittwoch, 2. Oktober 2019
Der PGR – wo Seelsorge an erster Stelle steht?
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Mission – Genetik der Kirche

„Wohin mit dem Thema Mission,“

war die Frage in einer Redaktionssitzung für diese PGR-Mappe. Zum Fachausschuss Verkündigung? Oder eher doch zum Fachausschuss Mission und Entwicklungszusammenarbeit? Ja und Nein. Für beide Ausschüsse ist Mission ein ureigenstes Anliegen. Beide Ausschüsse haben sich damit zu beschäftigen. Aber: wenn Liturgie nicht einladend gefeiert wird? Wenn Sakramentenvorbereitung keinen Blick auf „Fernstehende“ hat? Wenn die Gruppen der Pfarre nicht offen für neue Leute sind? Im Pfarrkaffe Gäste einsam ihren Kaffee trinken während alle sich gut unterhalten? Das Thema Mission darf nicht an einen oder zwei Ausschüsse delegiert werden. Der ganze PGR mit allen seinen Ausschüssen ist für Mission verantwortlich.

Mission – ein doppeldeutiges Wort

Das eine Wort Mission wird in unserer Diözese, verstärkt seit der Stadtmission 2003 in Wien, auf zweifache Weise verwendet.

Mission – Genetik der Kirche

Der Auferstandene selbst hat den Auftrag gegeben überall hinzugehen, Menschen zu Jüngern zu machen, indem sie die Frohe Botschaft erzählt bekommen, indem sie zu Christus geführt werden, indem sie getauft werden. Christsein ist nur missionarisch denkbar.

Vom dreifaltigen Gott kommt die Sendung zur Mission, die Sendung, den Menschen Christus zu zeigen, aber auch der Auftrag, die Berufung, die Sendung zur Mission zu leben.

Mission – Auftrag an den Pfarrgemeinderat

Als Pfarrgemeinderat ist ihnen gemeinsam mit dem Pfarrer die Verantwortung für ganz konkrete Menschen anvertraut. Für jene Menschen die im Gebiet ihrer Pfarre leben und arbeiten. Kennen Sie diese Menschen? Wissen Sie um ihre Bedürfnisse, Fragen, Sorgen und Nöte Bescheid? Wie viele Menschen leben in Ihrem Pfarrgebiet? Was bewegt sie? Wie viele davon sind Christen? Wie viele Katholiken? Wie viele nehmen Teil am Leben Ihrer Pfarre?

Wenn Jesus Christus heute in Ihre Pfarre käme, welche Orte würde er aufsuchen? Wohin würde er gehen? Welche Menschen würde er gerne treffen? Wohin würde er sie einladen?

Welchen Auftrag würde er ganz konkret Ihnen als Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäten geben? Welche Aufträge bekämen wohl die einzelnen Ausschüsse und Gruppen? Auch jene die vielleicht nicht sofort mit dem Thema Mission in Zusammenhang gebracht werden wie ein Bauausschuss und ein Finanzausschuss. Unterstützt das Budget missionarische Aktivitäten? Sind die Gebäude der Pfarre einladend, so gestaltet, dass auch Gäste sich Wohlfühlen? Für wen bauen und gestalten wir Gebäude, Räume und Budgets?

Einige Impulsfragen für die Ausschüsse

Die Brücke zwischen Gott und Mensch

Die große Kirchenlehrerin Katharina von Siena spricht von einer Brücke zwischen Gott und Mensch. Christus ist diese Brücke die Gott selbst für uns errichtet hat. Jedem steht der Weg zu Gott über diese Brücke offen. Es ist eine sichere, solide Brücke, gebaut aus festem Stein der Hingabe Jesu Christi, überdacht mit Erbarmen, dass jeder sie eilends und ohne Furcht überqueren kann. Nötig sind Menschen, die wissen, wo diese Brücke zu finden ist, die sie, die ihn Jesus Christus kennen, ihn erfahren und erlebt haben, die in ihrem Tun und Reden Wegweiser zu Christus sind. Es braucht Gemeinschaften von Menschen in denen Gottes Nähe, seine Liebe lebt, zeichenhaft und doch real erlebt werden kann.