Pfarrgemeinderat

in der Erzdiözese Wien


Termine

Freitag, 20. September 2019
KiBiWö = KinderBibelWochenende
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Dienstag, 24. September 2019
„Mission“ übersetzt: „Dahinter sehen!“
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Samstag, 28. September 2019
Vikariat Wien-Stadt: Kommunionhelfer/innen-Grundkurs
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Dienstag, 1. Oktober 2019
Der PGR – wo Seelsorge an erster Stelle steht?
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Mittwoch, 2. Oktober 2019
Der PGR – wo Seelsorge an erster Stelle steht?
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Wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum.
Wenn man gemeinsam träumt, ist es der Anfang der Wirklichkeit.

Dom Helder Camara


Rahmenleitbild für die Pfarrgemeinderäte Österreichs

Sinn und Zweck

In der Pfarrgemeinde bilden die Gläubigen eine Gemeinschaft in Christus. So verwirklicht sich Kirche am Ort. Sie findet Ihren Ausdruck in der Verkündigung der christlichen Botschaft, der Sorge um die Menschen und in der Feier des Gottesdienstes.

Der Pfarrgemeinderat trägt für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde Verantwortung. Unter der Leitung des Pfarrers gestalten gewählte Frauen und Männer das Pfarrleben als Ausdruckder gemeinsamen Verantwortung aller Gläubigen.

Ausgehend von der Situation der Menschen am Ort, dem sozialen und kulturellen Milieu, arbeitet der Pfarrgemeinderat an der Entwicklung der Gemeinde, damit sie als Lebensraum glaubwürdig ist.

Im Dialog mit einzelnen und Gruppen nimmt der Pfarrgemeinderat die Lebensumstände der Menschen wahr, deutet sie im Licht des Evangeliums und handelt entsprechend.

Die Erneuerung von Kirche und Welt durch lebendige Christengemeinden ist erklärtes Zeil des 2. Vatikanischen Konzils. In diesem Bemühen hat der Pfarrgemeinderat seine Wurzeln.

Aufgabenfelder

Der Pfarrgemeinderat berät in regelmäßigen Sitzungen, was zu tun ist,

legt Ziele und Prioritäten fest, plant und beschließt die dazu erforderlichen Maßnahmen, sorgt für deren Durchführung und überprüft die Arbeit, ihre Zielsetzung und Entwicklung.

Er macht nicht alles selbst, sondern richtet Fachausschüsse ein oder delegiert Aufgaben an Einzelne oder Gruppen.

Der Pfarrgemeinderat sorgt sich um die personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen der Pfarrgemeinde, bemüht sich um Information, Meinungsbildung und Austausch von Erfahrungen, stimmt die Interessen der Einzelnen und Gruppen aufeinander ab, koordiniert deren Aktivitäten, gewährleistet die Vielfalt des pfarrlichen Lebens und vertritt die Pfarrgemeinde nach außen.

Durch Weiterbildung stärken die Mitglieder des Pfarrgemeinderates die Kompetenz für ihre Aufgaben.

Verhaltensgrundsätze

Frauen und Männer im Pfarrgemeinderat pflegen einen Umgang, der ihre Orientierung an Christus erkennen lässt.

Sie schätzen und ermutigen sich gegenseitig,
achten die Meinung anderer,
vertreten ihre Anliegen in offener und ehrlicher Rede,
lernen mit- und voneinander,
trauen einander etwas zu
und übernehmen Verantwortung.

Der Pfarrgemeinderat gestaltet seine Arbeit sachgemäß und strukturiert seine Sitzungen. Er nimmt sich auch Zeit, gemeinsam zu beten und zu feiern.

Der Pfarrgemeinderat sieht sich mit dem Pfarrer im gemeinsamen Dienst für die Pfarre verbunden. Er akzeptiert die unterschiedlichen Rollen, Kompetenzen und Aufgaben. Mit Klugheit, Selbstbewusstsein und gegenseitiger Achtung klärt und sichert er die Zusammenarbeit.

Die Pfarrgemeinde ist eingebunden in Dekanat, Diözese und Weltkirche. Der Pfarrgemeinderat ist deshalb offen für gemeinsame Anliegen und solidarisch über pfarrliche und konfessionelle Grenzen hinaus. Seine Aufgaben nimmt er im Sinne des Subsidiaritätsprinzips eigenverantwortlich wahr .

Die Arbeiten an der pfarrlichen Infrastruktur (Bauen, Finanzieren, Verwalten) sind notwendig und wertvoll, müssen aber im Dienst der Seelsorge und der Menschen stehen.

Die pfarrliche Arbeit lebt großteils vom Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Pfarrgemeinderat achtet darauf, dass

ihre Arbeit Annerkennung findet,
sie ihre Arbeit bereichernd erleben,
mit ihnen ermutigend, partnerschaftlich und aufbauend umgegangen wird,
sie weder persönlich, zeitlich noch finanziell überfordert werden.

Dazu gehören entsprechende Hilfestellungen und Angebote zur Weiterbildung.

Im Rahmen seiner Zielsetzungen ist der Pfarrgemeinderat von sich aus bestrebt, mit öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und allen Menschen guten Willens partnerschaftlich zusammenzuarbeiten.

Prioritäten

Die Arbeit des Pfarrgemeinderates erfordert Offenheit für Neues und Mut zum Experiment. Es ist wichtig, dass partizipative Verhaltensweisen wie: Teilgeben, Teilnehmen und Teilhaben eingeübt und die SEHNSUCHT nach lebendigem MITEINANDER wachgehalten werden.

Der Pfarrgemeinderat ermutigt Einzelne und Gruppen, damit viele ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, sie entwickeln und selbständig ihren Beitrag im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben leisten.

Wo Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute und die Sorge um die Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden im Mittelpunkt stehen,

wird Gott erfahrbar,

Pfarrgemeinde hilfreich

und Kirche attraktiv.